Aufstellvorrichtung (Schutzplankenhalter) 

Im letzten Thema haben wir die Fußplattenträger näher kennengelernt. Heute werden ich Ihnen ein andere Variante vorstellen, die Schutzplankenhalter. Sie werden in verschiedenen Ausführungen angeboten und gewährleisten in der Regel die beste Standsicherheit bei vergleichsweise geringem Montageaufwand (im Vergleich zu Fußplatten bzw. Fußplattenträgern).

So beliebt wie diese Einrichtungen sind, so verschieden sind auch die Montagefehler, welche oft durch verbogene Schilder offensichtlich werden. Der erforderliche Seitenabstand zum Verkehrsraum beträgt innerorts mindestens 50cm, außerorts 1,50m. Bezugspunkt ist selbstverständlich die Schildaußenkante und nicht der Pfosten bzw. das Schaftrohr. Dies wird bei der Montage an Leitplanken sehr oft vernachlässigt und so kommt es sehr oft zu Unfällen, weil die Verkehrsschilder in den Verkehrsraum ragen.

Um diese Problematik zu lösen bietet es sich an, einen Ausleger oder einen entsprechenden Adapter für die Schutzplankenhalter zu verwenden. Denn der geforderte Seitenabstand muss immer eingehalten werden.

Denn im eigentlichen Sinne sind die Schutzplankenhalter nicht wirklich zulässig, da die Auswirkungen auf das System Schutzeinrichtung nicht bekannt sind. Es ist zwar recht unwahrscheinlich, dass ein angebrachtes Verkehrszeichen die Schutzeinrichtung in ihrer Wirkung signifikant beeinträchtigt, aber die Unbedenklichkeit ist eben auch nicht nachgewiesen. Die Montage von zusätzlichen Elementen hat daher ggf. haftungsrelevante Folgen. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Schutzplankenhaltern von einigen Straßenbaulausträgern untersagt –  daher sind in deren Zuständigkeitsbereich vorab entsprechende Informationen über die Zulässigkeit derartiger Montagekonzepte einzuholen.

Möchten Sie mehr zum Thema Schutzplankenhalter wissen, dann kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie einer unserer RSA-Seminare.