Leitbaken (Zulassung und Reflexion) 

Nachdem ich letzte Woche die Leitbaken grob vorgestellt habe, werde ich heute mehr auf die Zulassung und Reflexion der Leitbaken drauf eingehen. Denn hinsichtlich der Zulassung werden oft die falschen Kombinationen aufgestellt, die gar nicht zulässig sind und dies werde hier einmal erklären.

(1) Zulassung

Die Leitbaken bestehen jeweils aus drei Komponenten (Fußplatte, Leitbake und Warnleuchte). Diese drei Komponenten haben jeweils eigene Zulassungen mit den Technischen Lieferbedingungen. Aber um eine Zulassung für die komplette Leitbake zu erhalten und damit die Leitbake zulässig aufgestellt werden kann, müssen die drei Komponenten von dem gleichen Hersteller sein bzw. die müssen mechanisch zusammenpassen.  Kann eine Bakenleuchte nicht montiert werden, weil z.B. die passende Bohrung für die Befestigungsschraube fehlt, darf dieser „Mangel“ nicht durch nachträgliches Aufbohren des Lampenstutzens beseitigt werden.

(2) Reflexion 

Das Verkehrszeichenbild von Leit- und Warnbaken muss ungeachtet der verschiedenen Größen und Ausführungen stets voll retroreflektierend ausgeführt sein. Während insbesondere auf Autobahnen schon lange Zeit die Rückstrahlklasse RA2 (ehem. Typ II) zum Standard gehört, werden im übrigen Straßennetz vor allem Leitbaken mit Reflexfolien der Rückstrahlklasse RA1 (ehem. Typ I) eingesetzt. Der Einsatz von Leitbaken mit Reflexfolien der Klasse RA2 ermöglicht zudem den Verzicht auf Warnleuchten bei Längsabsperrungen – das letzte Wort hat hier jedoch die anordnende Behörde. Es ist geplant, im Anwendungsbereich der RSA künftig nur noch Leitbaken der Klasse RA 2 einzusetzen. Dies sollte bei Neuanschaffungen schon jetzt beachtet werden.  Länderspezifische Regelungen ermöglichen den Verzicht auf Warnleuchten (nur) bei Längsabsperrungen – in der Regel jedoch nur dann, wenn die eingesetzten Leitbaken mit Folien der Rückstrahlklasse RA2 oder höher ausgestattet sind (alte Bezeichnung Typ II oder Typ III).

Möchten Sie mehr zum Thema Leitbaken wissen, dann kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie einer unserer RSA-Seminare.