Was ist eine verkehrsrechtliche Anordnung? 

Die verkehrsrechtliche Anordnung ist erforderlich bei Maßnahmen, die sich auf die öffentliche Verkehrsfläche auswirken. So wird nicht nur die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet, sondern auch die der Arbeiter auf einer Baustelle. Eine verkehrsrechtliche Anordnung (kurz VAO) wird in Deutschland von einer Straßenverkehrsbehörde erteilt und beinhaltet Anweisungen und Auflagen zur Verkehrssicherung für Arbeiten an oder neben einer Straße (so genannte Arbeitsstelle). Sie muss in jedem Fall beantragt werden, wenn sich die Arbeiten auf den öffentlichen Straßenverkehr auswirken (§ 45 Abs. 6 StVO).

Die verkehrsrechtliche Anordnung beinhaltet neben der Beschreibung der Arbeitsstelle und der geplanten Arbeiten auch Angaben zur Dauer, der erforderlichen Beschilderung und Markierung sowie die Benennung einer verantwortlichen Person. Die verkehrsrechtliche Anordnung ist rechtzeitig unter Verwendung eines entsprechenden Formulars mit beigelegtem Verkehrszeichenplan zu beantragen und muss 1:1 umgesetzt werden. Abweichungen, beispielsweise bei der Beschilderung, sind nicht zulässig, des Weiteren ist der genehmigte Zeitraum einzuhalten. Ist dieser abgelaufen, muss eine Verlängerung beantragt werden. 

Zu jeder Baustelle eine verkehrsrechtliche Anordnung und deshalb darf eine Baustelle nicht ohne verkehrsrechtliche Anordnung angefangen werden! Dennoch gibt es eine Vereinfachung, um nicht immer für jede Baustelle eine verkehrsrechtliche Anordnung zu beantragen.

Welche Möglichkeit es ist, sehen Sie in der nächsten Woche